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Mittwoch, 23. März 2016

Vorgestellt: Neue Mentorin Dr. Karin Ruppel-Schönewolf

Frau Dr. Karin Ruppel-Schönewolf ist seit 18 Jahren niedergelassene Zahnärztin, gelernte Zahntechnikerin, war verheiratet und ist Mutter einer wieder Zahnmedizin studierenden Tochter.

Da sie damals eine Neugründung mit einem kleinen Kind im Hintergrund wagte, weiß sie sehr gut um die Möglichkeiten und Einschränkungen in einer solchen Situation. Viele Dinge musste sie sehr viel anders als andere Mütter, aber auch anders als Selbständige abwickeln. Es hat sie hierbei unglaublich viel Kraft gekostet, die Praxis – gegen die männlichen Kollegen – zu positionieren.

Als die "Erziehungsaufgabe" dem Ende zuging, stellte sie fest, dass sie zwar super ausgebildet war und große Freude und Anerkennung in ihrem Beruf hatte – das große Geld jedoch verdienten die Kollegen, wie ihr schien. Jedenfalls fand sie ihr Einkommen für den Aufwand und das Risiko, das sie hatte, vergleichsweise gering – Es blieb nicht allzu viel "übrig".

Deswegen absolvierte sie ein sehr professionelles Coaching, was auf die Betriebswirtschaft in der Praxis abzielte. Fachlich war sie viel besser als der beratende Kollege, aber betriebswirtschaftlich wusste er genau Bescheid. Die Gespräche waren alles andere als angenehm, aber sehr effektiv. Ihre Praxisrentabilität ist seitdem weit über dem Durchschnitt und das Polster findet sie sehr beruhigend.

Zwischenzeitlich musste sie feststellen, dass Kolleginnen mit eigener Praxis, die wirklich gut behandeln, Insolvenz anmelden mussten. Darüber war sie entsetzt.

„Das große Dilemma liegt häufig im gesellschaftlichen Kontext: Frauen wollen gefallen und trauen sich nicht, für gute Arbeit auch gutes Geld zu verlangen. Sie sind zu kritisch mit sich selber und stufen sich immer hinter einem Mann ein, wenn dieser nur laut genug "brüllt". Und das haben die Männer eben gelernt, Frauen in Ihrer Erziehung ja eher nicht.“, so Frau Dr. Karin Ruppel-Schönewolf.

Aus diesem Grunde möchte sie ihre Erfahrungen gerne weitergeben, da sie vielen jüngeren Frauen von Nutzen sein werden.