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Kategorie: " Rahmenbedingungen "

24. Januar 2017 | 15:14 Uhr | Josephine Boche

Empfehlungsmarketing 2.0 – warum Facebook genau das richtige für Zahnarztpraxen ist.

Ja, Facebook polarisiert. Aber: Man kommt kaum dran vorbei. Und gerade als Zahnarztpraxis sollte man Facebook auf keinen Fall meiden. Weshalb?!

Weil man als Praxis am besten dort in Erscheinung tritt, wo man seine (potentiellen) Patienten auch trifft – und das ist unbestritten auf Facebook. Denn die Hälfte aller Internetnutzer in Deutschland – immerhin 28 Millionen Menschen – sind bei DEM sozialen Netzwerk schlechthin angemeldet  (Stand 2015 / http://www.social-media-aachen.de/blog/facebook-nutzerzahlen-2015-status-des-netzwerks/).

Und nicht nur das. Ein Großteil der Nutzer verbringt mehrere Minuten täglich auf Facebook. Davon können andere ambitionierte Netzwerke wie Google+ nur träumen.

Zudem: Facebook ist schon lange nicht mehr das Medium der Teens und Twens unter 25. Sicherlich sind diese Altersgruppen noch vergleichsweise stark vertreten, doch mittlerweile kommen die Nutzer quer aus allen Bevölkerungsschichten und die älteren Zielgruppen ab 45 Jahren verzeichnen dabei die höchsten Zuwachsraten.

Facebook ist also schon lange kein Trend mehr. Es gehört mittlerweile für viele zum Alltag und wird im Gegensatz zu anderen sozialen Netzwerken in Deutschland am aktivsten genutzt.

Und hier wird es für Zahnarztpraxen richtig interessant: Ein Großteil der Nutzer tritt über Facebook regelmäßig mit Unternehmen in Kontakt. 77% verbinden sich auf dem Netzwerk gezielt mit kleinen und mittleren Unternehmen, um auf dem aktuellen Stand zu bleiben und einen alltäglichen Einblick zu erhalten.
Für Zahnarztpraxen bietet das ein schier unglaubliches Potential, um Patientengruppen gezielt zu erreichen und langfristig zu binden. Denn Facebook ausschließlich als Werbe- oder Imagekanal zu betrachten, wäre zu kurz gefasst. Durch die direkten Kommunikationsmöglichkeiten, die Facebook bietet, kann die Fanpage konkret und unkompliziert in den Patientenservice eingebunden werden. Dazu gehört, dass man mit einem Facebookauftritt automatisch die mobilen Nutzer im Netz erreicht, auch wenn die eigene Praxiswebsite ggf. noch nicht für die kleineren Bildschirmgrößen von Smartphone und Tablet optimiert ist.

Viele Patienten honorieren es gar besonders, wenn ihre Zahnarztpraxis auf Facebook aktiv ist. Und für einige Patientengruppen, wie den Angstpatienten, wird Facebook sogar bevorzugt genutzt, um das erste Mal mit einer Zahnarztpraxis in Kontakt zu treten.

Ist die Reaktion und Interaktion auf Facebook zeitnah, wenn also auf Anfragen schnell reagiert sowie regelmäßig gepostet, kommentiert und geliket wird, kann man bei seinen (potentiellen) Patienten noch echte Begeisterung auslösen. Diese Möglichkeit – Erwartungen zu übertreffen – ist in anderen Bereichen und Medien in der Regel heutzutage nur mit großem Aufwand verbunden.

Aber was kann man denn als Zahnarztpraxis auf Facebook posten? – Diese Frage kommt oft. Doch es gibt weitaus mehr Themen, die sich eignen, als es auf den ersten Blick vielleicht scheint. Inhaltlich bietet sich für den praxiseigenen Facebookkanal nämlich eine ziemlich breite Palette an: von den beliebten „menschelnden“ internen Meldungen, wie Jubiläen, Geburtstagen, bestandenen Prüfungen u.ä., über fachliche Beiträge, bis hin zu witzigen, skurrilen oder gar rührenden Netzfundstücken aus der Dentalwelt.
Die Fanpage einer Zahnarztpraxis kann durchaus unterhaltsam und informativ gleichermaßen sein. Als Anregung lohnt sich da ein Blick auf beliebte Fanpages von Wettbewerbern.

 

Mit Facebook kann eine Zahnarztpraxis Neu- und Alt-Patienten auf ganz neuen Wegen direkt ansprechen und gleichzeitig direkter Ansprechpartner sein. Damit kann sie das ganz eigene Profil als Praxis, aber auch als Arbeitgeber, schärfen und Empfehlungen generieren.
Zumindest zum Start der Social Media Aktivitäten sind die Dienste einer erfahrenen Agentur jedoch durchaus sinnvoll. Die Experten richten die Fanseite optimal und v.a. rechtssicher ein und können ggf. sogleich Werbeaktivitäten initiieren. Zudem können sie die Praxis bei der Entwicklung einer Facebook-/Social Media-Strategie unterstützen, die die Ziele klar definiert und damit auch den inhaltlichen und redaktionellen Rahmen absteckt – die Voraussetzung für ein professionelles, effektives wie effizientes Agieren im Social Web. 

Zum Abschluss noch ein kleiner Ausblick: Auch andere soziale Netzwerke wie Instagram oder Snapchat können hinsichtlich der dort stark vertretenen jungen und beauty-affinen Nutzergruppe durchaus interessant für einige Fachrichtungen wie z.B. Kieferorthopädie oder ästhetische Zahnmedizin sein. Der Ansatz ist hier jedoch ein ganz anderer. Dazu beim nächsten Mal gern mehr.

Zum Autor:

Josephine Boche ist Expertin im Zahnärztinnen Netzwerk und Gründerin sowie Inhaberin fjellfras • Studio für Bewegtbild & Kommunikation.