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Kategorie: " Networking "

19. Dezember 2016 | 11:00 Uhr | Martina Weber

Mit bewegten Bildern im Gedächtnis bleiben

Es ist eine Binsenweisheit, und kann doch nicht oft genug wiederholt werden: Für einen guten ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Patienten auf der Suche nach einem neuen Zahnarzt entscheiden oft innerhalb weniger Augenblicke, ob sie die Homepage einer Praxis eingehender studieren oder sich skeptisch zur nächsten Seite klicken.

Wie präsentieren Sie als Zahnärztin also sich und Ihre Praxis so, dass Patienten neugierig auf Ihre Leistungen werden, unmittelbar Vertrauen in Ihre Kompetenz aufbauen und sich zu einer baldigen Terminvereinbarung eingeladen fühlen – und das in möglichst kurzer Zeit?

Der Praxisfilm als Türöffner

Die Lösung für diesen schwierigen Spagat findet sich im Bewegtbild: Ein professioneller Praxisfilm bietet genau in diesem engen Zeitfenster ideale Einsatzmöglichkeiten und erlaubt Ihren Patienten so einen unmittelbaren Zugang zu Ihrer Praxis.

Natürlich ist damit kein greller Reklamespot gemeint. Ein klassischer Imagefilm ist in der Regel für eine Dauer von zwei bis fünf Minuten angelegt und vermittelt kompakt das Look & Feel und die Persönlichkeit einer Praxis. Nüchterne Fakten sind dabei zweitrangig; vielmehr geht es um ein stimmiges und ansprechendes Gesamtbild.

Hat ein Patient auf diese Weise einen positiven Ersteindruck Ihrer Praxis gewonnen, ist der Weg zur Kontaktaufnahme und damit zur Terminvereinbarung nicht mehr weit. 

Der aktuelle Imagefilm des Zahnärztinnen Netzwerks

https://www.youtube.com/watch?v=JCQkyaEwm44

Durch die Augen des Patienten sehen

Versetzen Sie sich in die Lage eines Patienten auf der Suche nach einem neuen Zahnarzt. Was ist Ihnen wichtig? Welche Faktoren bringen eine Praxis in Ihre engere Auswahl?

Aus reiner Vernunft heraus würden nun wohl ein breites Leistungsspektrum, zahnärztliche Kompetenzen oder günstige Sprechzeiten genannt werden – die Entscheidung für oder gegen eine Praxis fällt aber meist bereits lange bevor unsere Ratio einsetzt.

Wir Menschen sind von Grund auf soziale Wesen, daher ist es gerade im Praxismarketing von essentieller Bedeutung, diesem tiefsitzenden Bedürfnis nach Akzeptanz und Anerkennung gerecht zu werden. Hier kommen die Stärken des Praxisfilms voll zur Geltung. Ein authentischer Einblick in Ihre Praxis und eine sympathische Vorstellung Ihres Teams verankert augenblicklich eine positive Verbindung im Patienten. Das Gefühl, seine neue Zahnärztin bereits kennengelernt zu haben schafft Vertrauen und bereitet den Weg für ein dauerhaftes Ärztinnen-Patienten-Verhältnis. 

Dieser intensive Fokus auf Emotionalität mag auf den ersten Blick Ihrer ärztlichen Intuition widersprechen. Aber fundierte Fakten und ausführliche Leistungsbeschreibungen kommen in einer gelungenen Selbstdarstellung erst zu einem späteren Zeitpunkt ins Spiel. Ihre Patienten wollen eingeladen werden! Wer nicht vom ersten Augenblick an das Gefühl hat, in einer Praxis willkommen und gut aufgehoben zu sein, der wird sich auch nicht von langen medizinischen Erklärungstexten überzeugen lassen – oder sich überhaupt erst bis zu ihnen durchklicken. Eine emotionale Ansprache als kurzer Weg zum Patienten ist daher für den Erfolg eines Praxisfilms von essentieller Bedeutung.

Betrachten Sie Ihren Praxisfilm also von Anfang an aus der Sicht des Publikums – Ihrer Patienten, die Zugänglichkeit und Wertschätzung suchen.

Individuell und flexibel

Abseits des klassischen Imagefilms gibt es je nach Bedarf natürlich auch viele weitere Einsatzmöglichkeiten für Ihren Praxisfilm. Möchten Sie einzelne Leistungsbereiche im Detail vorstellen und gezielt bewerben? Sich zum Praxisjubiläum bei Ihren treuen Patienten bedanken? Oder per Videojournal einen Kongress begleiten? Mit dem richtigen Konzept erreichen Sie mit jedem Praxisfilm genau Ihre individuelle Zielgruppe und hinterlassen einen nachhaltig positiven Eindruck.

Vergessen Sie übrigens nicht die sozialen Netzwerke: Neben dem Einsatz auf Ihrer Homepage eignet sich ein Praxisfilm auch hervorragend, um über diese Kanäle geteilt zu werden. So holen Sie Ihre Patienten dort ab, wo sie sich ohnehin täglich aufhalten und erzielen nebenbei eine noch höhere Reichweite.

Show, don’t tell – Bilder statt Worte

Film ist ein inhärent visuelles Medium, und deshalb funktioniert Ihr Praxisfilm auch am besten, wenn er in erster Linie auf die Kraft seiner Bilder setzt. Sie müssen dabei nicht vollständig auf Text verzichten, sollten sich aber auf wenige, dafür sorgfältig formulierte und pointiert eingesetzte Sprechzeilen oder Einblendungen beschränken.

Natürlich kann dies je nach Konzept ein Stück variieren – wenn Sie sich etwa für eine Protagonisten-Story entscheiden, in der Sie als Inhaber die verschiedenen Praxisbereiche vorstellen, werden Sie freilich mit etwas mehr eingesprochenem Text arbeiten als bei einer musikunterlegten Szenenmontage. Auch beim Einsatz von Testimonials – also kurzen Statements von Patienten oder Mitarbeitern – ist etwas mehr Text erlaubt.

Aber grundsätzlich gilt bei Ihrem Praxisfilm die alte Filmweisheit: Show, don’t tell – zeigen, nicht erklären.

Checkliste

Die wichtigsten Punkte für Ihren erfolgreichen Praxisfilm auf einen Blick:

  • Individuelle Konzeption: Keine zwei Zahnarztpraxen sind gleich. Arbeiten Sie die besonderen Vorzüge und Schwerpunkte Ihrer Praxis heraus und stellen Sie sicher, dass diese im Storyboard Ihres Praxisfilms deutlich kommuniziert werden.
  • Dramaturgie: Achten Sie auf einen stringenten Aufbau und eine logische Abfolge der Szenen. Dabei gilt: Kurz und knackig führt zum Ziel. Unnötige Längen sind Gift für einen gelungenen Praxisfilm und eine attraktive Selbstdarstellung.
  • Planung und Organisation: Gute Planung zahlt sich aus. Für einen reibungslosen Ablauf der Aufnahmen muss der Drehtag entsprechend vorbereitet werden. Dazu zählen ein ausführliches Briefing Ihrer Mitarbeiter, Zugang zu allen Drehorten, Klärung der Lichtverhältnisse und viele weitere Details. So vermeiden Sie unnötige Verzögerungen und damit Kosten.
  • Professionelle (Post-)Produktion: Eine fachgerechte Kameraführung und kompetente Aufnahmeleitung ist nur die halbe Miete. Eine Nachbearbeitung aus Expertenhand optimiert Ihre Aufnahmen bis ins letzte Detail und ist daher für einen wirklich hochwertigen Praxisfilm unverzichtbar.

Qualität setzt sich durch

Gerade weil es nie so einfach war wie heute, selbst ein Video zu erstellen und im Internet zu platzieren, muss von einer Produktion im Eigenbau dringend abgeraten werden: Ein Videoclip auf Amateurlevel mag zwar authentisch wirken, wirft aber – zu Unrecht – ein ungünstiges Licht auf Ihre zahnärztliche Arbeit. Mängel in Ausleuchtung, Schnitt, Tonqualität, Perspektive und vielen anderen technischen Bereichen wirken einfach unprofessionell und schrecken Patienten eher ab, als sie für Ihre Praxis zu interessieren – und das ist schließlich genau das Gegenteil, was Sie mit Ihrem Praxisfilm erreichen möchten.

Sparen Sie hier also nicht am falschen Ende und vertrauen Sie dem Know-how, der Erfahrung und der hochwertigen technischen Ausstattung einer professionellen Marketing- oder Werbeagentur. Mit einem solchen starken Partner an Ihrer Seite können Sie darauf zählen, dass Ihr Praxisfilm die Fachkompetenz und Persönlichkeit Ihrer Praxis adäquat widerspiegelt und nicht im Schauerkabinett der YouTube-Kuriositäten landet.

Zum Autor:

Martina Weber ist Expertin im Zahnärztinnen Netzwerk und arbeitet im Bereich Marketing bei praxisweb – Der Spezialist für Praxismarketing.