Blog

Kategorie: " Rahmenbedingungen "

12. Mai 2016 | 10:18 Uhr | Annett Menz

Konflikte - wir haben alle welche

Mal größer mal kleiner, mit uns selbst und anderen im beruflichen und auch im privaten Umfeld.

Ich möchte an dieser Stelle von einem Konflikt erzählen, den die meisten von uns kennen.  

Sie kennen sicher alle die Geschichte Dornröschen. In der Kindheit von den Eltern oder Großeltern erzählt bekommen und später vielleicht an die eigenen Kinder weitergegeben. Wie war das eigentlich genau?

Ach ja! Anfangs war es nur ein fehlendes Tafelgeschirr. Wie nebensächlich und klein, wenn man bedenkt, welch verheerende Folgen dadurch ein ganzes Königreich weit über hundert Jahre tragen musste. Aber zurück zur Geschichte.

Der König des Landes traf also nach besten Wissen und Gewissen und natürlich nur mit positiver Absicht eine Entscheidung. Und dies war schließlich auch sein gutes Recht. Die 13. Fee war glücklich darüber, ja geradezu vor den Kopf gestoßen. Während sie nun über den Fauxpas nachdachte, fiel ihr noch eine ganze Menge andere unpassende Handlungen des Königs ein. Nun entschied auch sie, nach besten Wissen und Gewissen, den König in seine Schranken zu weisen. Und natürlich wählte sie die bekannten Erziehungsmaßnahmen ausschließlich in positiver Absicht.

Was genau ist nun in dieser Situation geschehen? Ganz kurz beschrieben: Kommunikation zwischen beiden Beteiligten war nicht mehr möglich, die Fronten verhärtet und die aufgenommenen Emotionen verdrängten jeden Klaren und sachlichen Gedanken.

Man kann dies auf so jede Konfliktsituation herunterbrechen. Die Anzahl der beteiligten und die Konfliktachse, also wer mit wem, spielt dabei keine Rolle. Ob Kollegen, Chefs, Freunde, Nachbarn, Generationen einer Familie oder ganze Orchester. Immer gibt es Anfangs Entscheidungen, Äußerungen oder Handlungen, welche beim Gegenüber eine andere, nicht erwartet Reaktion auslösen. In nahezu allen Fällen passiert dies unbewusst und in einer positiven Absicht.

Das Ergebnis meist ein Schlachtfeld. Sorgfältig vermint, die Konfliktparteien verbal bis an die Zähne bewaffnet, oft schon mit Blessuren und Verletzungen, in ständiger Erwartung eines gegnerischen Angriffs auf dem Kriegspfad stehend. Die Lebensqualität der beteiligten und meinst auch des Umfeldes deutlich gesunken, ohne Hoffnung auf Besserung.

Oder vielleicht doch?

Ich habe mich in den vergangenen anderthalb Jahren intensiv mit diesem Thema beschäftigt. Ich habe die Fähigkeit entwickelt, Menschen im Prozess der Konfliktlösung, auch Mediation genannt, zu führen zu begleiten.

Dabei lernte ich unzählige „Könige und Feen“ kennen, führte leicht und auch schwer verwundetet Kriegshelden vom Minenfeld und baute Verständnisbrücken, so dass die Medianten gemeinsam Lösungen und Wege für die Zukunft erarbeiten konnten. 

Herzlichst Ihre

Annett Menz