Blog

Kategorie: " Rahmenbedingungen "

10. April 2015 | 11:40 Uhr | Angelika Pindur-Nakamura

Fehlervermeidung führt zu Kosteneinsparungen

Wie heißt es so schön: aus Fehlern lernt man!

Verführt uns dieses „Versprechen“ jedoch nicht selten dazu, einen gewissen Prozentsatz an Fehlern von Arbeitsbeginn an einzukalkulieren? Hand auf´s Herz, wer verfolgt aus Überzeugung und wirtschaftlichem Denken die Null-Fehler-Strategie? Die Null-Fehler-Strategie heißt, nicht darauf zu warten, bis ein Fehler passiert ist  und dann erst zu reagieren, sondern kontinuierlich die Prozesse auf den Prüfstand zu stellen und nach möglichen Fehlern und Verbesserungen zu suchen. Bzgl. der Fehlerkosten sicher der wirtschaftlich profitabelste Ansatz! Wird diese Strategie konsequent angewendet, kann sie einen regelrechten Paradigmenwechsel herbeiführen, der sich auf die gesamte Kultur in der Praxis durchschlägt: auf die Werte, Führung, Kommunikation und die Zusammenarbeit intern und extern mit Geschäftspartnern.

Tatsächlich kostet jeder Fehler Geld, mal mehr, mal weniger. Das hängt davon ab, wie schnell er entdeckt und damit behoben wird. Je später in der Wertschöpfungskette ein Fehler behoben wird, umso teurer wird dessen Behebung.  In der Planungsphase kosten Fehlerbehebungen am wenigsten. Interessant ist, dass 80 % der entstandenen Fehler in der Planungsphase hätten vermieden werden können, d. h. dort, wo sie am wenigsten kosten. Und erstaunlich ist es, dass branchenübergreifend ähnlich agiert wird: nur 20 % der „billigen“ Fehler werden hier entdeckt und behoben.

Das heißt in der Konsequenz, dass besondere Aufmerksamkeit und Zeit für die Planung insbesondere derjenigen Praxisprozesse verwendet werden sollte, mit denen Sie Geld verdienen. Das erfordert eine gewisse Disziplin und vorausschauendes Denken, die sich aber bezahlt machen.

Ein gutes Beispiel hierfür ist die Planung einer prothetischen Versorgung. Ein auftragsspezifischer Ablaufplan sorgt sowohl in Ihrer Praxis als auch im Labor für die notwendige Planungssicherheit. Eine jeder, der in der Versorgung des Patienten involviert ist, weiß, was auf ihn zukommt, welche Vorbereitungen er für seine Tätigkeiten zu treffen hat und welche Hilfsmittel ihm zur Verfügung stehen. Durch den Ablaufplan können die Abläufe zwischen Praxis und Labor optimal „verzahnt“ werden. Mehrmaliges Nachfragen und oftmalige Klärungen können so vermieden werden: mit einem geringen Aufwand, nachhaltig große Wirkung erzielen! 

Ihre Angelika Pindur-Nakamura

Quim