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Kategorie: " Frau sein, Frau bleiben "

29. September 2014 | 11:52 Uhr | Astrid Fiedler

Selbstakzeptanz und Selbstliebe

Kürzlich las ich einen Artikel in der Brigitte mit dem Titel „Frauen liebt euch selbst“.

In dem Artikel ging es um Frauen, die sich auf Fotos nicht leiden mögen und um Frauen, die stets etwas an sich auszusetzen haben.

Und welche Frau kennt ihn nicht, den prüfenden Blick in den Spiegel, manchmal voller Hass auf den eigenen Körper, sehr oft streng und kritisch und viel zu selten liebevoll.

Ich sehe diesen Blick manchmal bei meinen Kundinnen und Kunden und ich kenne diesen Blick auch von mir. Doch ich hatte das große Glück, dass sich mein Blick auf mich selbst eines Tages veränderte. Vor einigen Jahren fiel mir ein Foto in die Hände, auf dem ich etwa 20 Jahre alt war. Es tauchten sofort Erinnerungen dazu auf, wie ich mich damals in meinem Körper gefühlt hatte und wie ich ihn empfunden hatte: Er war immer zu klein, zu breit, zu pummelig, zu sommersprossig und auf dem Kopf waren diese roten Haare, die ich als Kind hasste, weil ich deswegen gehänselt wurde. Mit 20 mochte ich mich nicht besonders leiden und fand mich weder hübsch noch attraktiv.

Was mich überraschte war, dass ich mit etwa 45, als ich dieses Fotos anschaute, etwas ganz anderes wahrnahm: Eine kleine, zarte, junge Frau mit langen goldenen Haaren und Sommersprossen. Zudem fand ich diese Frau äußerst attraktiv.

Mir wurde bewusst, dass ich mir das Leben durch meine Wahrnehmung selbst schwer machte und viel Zeit mit diesen negativen Gedanken über mich verschwendet hatte. Ich habe mir damals vorgenommen, nie mehr negativ über meinen Körper zu urteilen, sondern dankbar zu sein, dass es ihm gut geht und ich mich in ihm zuhause fühle.

Das klappt nicht immer, z.B. wenn meine Kleidung nicht mehr so sitzt, wie ich es mir wünsche. Heute stelle ich meist einfach den Status fest, setze mir ein Ziel und überlege welche Schritte ich gehen will. Dann werde ich zeitnah aktiv - meist mache ich etwas Sport, ernähre mich einige Tage vegan und verzichte auf Torte. Erreiche ich mein Ziel nicht, dann gehe ich freundlich mit mir um und kaufe mir Kleidung, die zu meiner aktuellen Figur passt.

Sowohl bei mir, als auch bei meinen Kunden sehe ich, dass die richtige Kleidung und ein wenig Make-up ein ganz wichtiger Faktor für das persönliche Wohlgefühl ist. Schon bei der Farbanalyse sehen die Kunden, dass es Farben gibt, die sie wirklich zum Strahlen bringen. Das ist immer wieder ein schönes Erlebnis und unterstützt das Wohlgefühl. Wenn meine Kunden dann noch erkennen, dass die Rock- oder Sakkoform und -länge die Figur leichter oder schwerer wirken lässt, ist das Glück nahezu perfekt.

Viele meiner Kundinnen fühlen sich nach meiner Beratung wie neu geboren.

Doch es gibt noch größere Herausforderungen. Paula Lampert wird in dem Brigitte-Artikel zitiert: „Es gibt Frauen, die das Beste aus sich herausholen, sich schick kleiden und tolles Make-up tragen und sich trotzdem nicht schön finden.“

Gehören Sie auch zu den Frauen, die sich das Leben schwer machen?

Dann könnten meine Tipps vielleicht Ihr Leben verändern – probieren Sie sie doch einfach mindestens 28 Tage lang aus.

  1. Seien Sie jeden Morgen dankbar  - ein gut funktionierender Körper ist keine Selbstverständlichkeit.
  2. Wenn Ihr Blick auf einer „Problemzone landet“, dann weiten Sie sofort den Blick und nehmen Sie den ganzen Körper wahr, damit relativiert sich oft alles.
  3. Legen Sie den Fokus auf das, was Sie an sich mögen und lächeln Sie.
  4. Benennen Sie jeden Morgen einen Körperteil, den Sie leiden mögen und halten Sie das Ergebnis schriftlich fest.
  5. Verwöhnen Sie sich mit Düften, einer passenden Frisur, ein wenig Make-up und schöner Kleidung.
  6. Vielleicht hilft auch Ihnen eine Farb- und Stilberatung.
  7. Gönnen Sie sich etwas – denn Sie sind der wertvollste Mensch in Ihrem Leben.

 

Ich freue mich auf Ihre Nachricht und sende viele Grüße

Astrid Fiedler

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