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Kategorie: " Work-Life-Balance "

21. November 2013 | 13:44 Uhr | Claudia Huhn

Den weiblichen Werten gehört die Zukunft!

Neulich, auf einem Langstreckenflug, fiel mir die Zeitschrift "Freundin" in die Finger. Ein Artikel (Freundin, 21/2013, ab S. 142, Autorin: Silke Pfersdorf) weckte mein Aufsehen und führt nun heute zu diesem Artikel: 

John Gerzema, ein amerikanischer Wirtschaftsautor und Kongressredner, hat in einer Studie herausgefunden, dass sowohl Männer als auch Frauen die Werte, die der Weiblichkeit zugeordnet werden, als die lokalisieren, die am Ende glücklich und erfolgreich machen.

 

64.000 Menschen in 13 Ländern sagten, dass Kontrolle, Wettbewerb, Aggression und Schwarz-Weiss-Denken "männlich", während Emotionalität, Geduld und Gemeinschaftssinn "weiblich" sind. 

Was hat sich verändert? Warum sind nicht mehr ausschließlich "männliche" Werte die Erfolg bringenden? Immer mehr Menschen stellen sich die Frage, ob es auf Dauer gut sein kann, dieses unfaire Miteinander, diese Rücksichtslosigkeit, bei der es nur darauf ankommt, der Erste zu sein, egal um welchen Preis. Kann Erfolg nicht auch dort Einzug halten, wo es anders geht? Wo man bzw. frau ehrlich miteinander umgehen, aufeinander achten und das Gute für beide Seiten suchen? 


Gerzema sagt: Wenn wir es alle schaffen, auf unsere feminine Seite zuzugreifen, werden wir besser, glücklicher und stärker, jeder für sich und alle zusammen.


Aber welche Werte sind es, die zu einem "weiblichen" Erfolg beitragen? Die Autoren konnten sieben an der Zahl lokalisieren:


1. Leidenschaft


Wer für seine Sache brennt, sein Herzblut in ein Projekt steckt, der handelt mit Leidenschaft. Wer mit Leidenschaft handelt, wird überzeugt sein von dem, was er tut und sich nicht so schnell von Zweiflern und Bestandswahrern aus dem Tun bringen. Leidenschaft spornt Menschen zu Höchstleistungen an. Teams, die mit Leidenschaft ein Ziel verfolgen, sind stärker motiviert und zielorientierter als Teams, die die Dinge tun, weil sie getan werden müssen.


2. Teamwork


Nicht TEAM = Toll Ein Anderer Machts, sondern einer für alle, alle für einen. Hier können Einzelgänger nicht bestehen, denn die Summe einzelner Ergebnisse ist stets kleiner als die Summe einer Gruppe. 


3. Loyalität


Wer kennt ihn nicht, den Spruch: Wes Brot ich ess, des Lied ich sing! Und doch fehlt es in der heutigen Zeit so oft an Loyalität. Loyalität zur eigenen Familie, dem Unternehmen, den Freunden. Die Liste ist unendlich. Aber wie auch, geht es in der Gesellschaft doch immer nur um die eigene Person. Loyalität, im optimalen Fall von beiden Seiten macht zufrieden und bündelt Kräfte, gibt Sicherheit und stärkt die Gemeinschaft. 


4. Geduld


Geduld macht gelassen. Gibt den Dingen und ihrer Entwicklung eine Chance. Lässt Chancen zu und reduziert nicht nur Hektik. 


5. Offenheit


Nur wenn Menschen sich auf gegenseitige Offenheit verlassen können, kann Vertrautheit und damit Vertrauen entstehen. Vertrauen im Miteinander reduziert Reibungsverluste, die Notwendigkeit von Kontrolle und spart so Energie, die für andere Dinge verwendet werden kann.


6. Verletzlichkeit


Verletzlichkeit zeigt eigene Schwächen und entbindet uns von der Notwendigkeit stets und ständig perfekt sein zu müssen. Verletzlichkeit zu zeigen mag gefährlich anmuten, kann aber zu tollem Feedback führen. Nur wer seine Verletzlichkeit zeigt, kann darauf hoffen, dass andere diesen Vertrauensbeweis auch zu schätzen wissen und damit sorgsam umgehen.


7. Mitgefühl


Dem Wortstamm nach bedeutet Mitgefühl schlicht mit fühlen. Sich mit Empathie in das Gegenüber hineinzuversetzen, dessen Sorgen und Nöte aufnehmen zu können und damit auch wertschätzend umzugehen.


Sieben Werte, die laut der von John Gerzema durchgeführten Untersuchung als weibliche Werte eingestuft werden, deren Aktivierung nicht nur das Berufs- sondern auch das Privatleben erleichtern, sondern es auch lebenswerter machen können.


Wir vom Zahnärztinnen Netzwerk unter anderem im Team und mit ganz viel Herzblut.


Mehr über die weiblichen, respektive männlichen Werte und von Autor John Gerzema erfahren Sie in seinem Buch "The Athena Doctrine".



Mit weiblichen Grüßen


Claudia Huhn